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Atelier
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| Die ersten Vorbilder, die wir als Kinder haben,
sind die Eltern, Grosseltern, Erziehende, Erwachsenen. Später orientiert
man sich an grossen Persönlichkeiten, die Ausser- gewöhnliches geleistet
haben, das zum Fortschritt der Menschheitsgeschichte beigetragen hat.
Solche Menschen haben ihr Leben in einzigartiger Weise für neue Erkenntnisse
in den Wissenschaften, für die Gesundheit und Entwicklung der Allgemeinheit
beigetragen. Zu diesen vielen Männern und Frauen gehören zB Hypokrates,
Aristoteles, Pythagoras, Kopernikus, Paracelsus, Pierre und Marie Curie,
Albert Einstein, Albert Schweitzer u.a.m. Hier ein kleiner Einblick
Paracelsus – ein grosser Arzt und Wegbereiter
Wie war seine Kindheits- und Jugendzeit?
Seine Eltern nannten ihn Philippus Aureolus. Später nannte er sich Theophrastus und in Briefen und Buchtiteln unterschrieb er meistens „Theophrast von Hohenheim“, manchmal mit dem Zusatz „genannt Paracelsus“. Sein Vater war Deutscher. Er war der Gemeindearzt von Einsiedeln und unterrichtete seinen Sohn selbst in Alchemie, Wundarzneikunst (Chirurgie) und Medizin. Er nahm ihn überall hin mit, auch wenn er zu Kranken gerufen wurde. Von seiner Mutter weiss man nur ganz wenig. Sie war eine Einheimische und starb sehr früh. Einsiedeln war im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Man hatte
harte und schwere Winter. Wenn der Frühling Schnee und Eis getaut
hatte, zogen im Sommer viele Pilger zum Kloster. Pilger waren Männer,
Frauen, Kinder, Arme, Reiche, Mönche, Nonnen, Könige, Bauern
und Gelehrte. Nicht alle hatten den selben Grund, um eine Pilgerfahrt
oder Pilgerwanderung zu machen. Aber viele gingen auf Pilgerwanderung,
weil sie Busse taten oder Nöte hatten, die sie Gott an einem heiligen
Ort vortragen wollten. Nach dem Tode seiner Mutter zog Paracelsus, ca. achtjährig, mit seinem Vater nach Kärnten in Oesterreich. Dort ging er in die Klosterschule. Paracelsus war nicht nur sehr klug, er war genauso mutig, ausdauernd und voller Liebe zu Menschen, Tieren und zur Natur. Später schickte ihn sein Vater auf die Universität in Basel. Dann ging er in die Lehre der berühmtesten damaligen Chemisten, um Alchemie zu lernen. In Ferrara in Italien schloss er seine Studien ab, als Arzt für Medizin und Chirurgie. Damals gab es noch keine Diplome. Als Zeichen der Doktorwürde durfte man den roten Talar tragen, so auch Paracelsus. Er trug diesen Talar jedoch kaum, weil er nichts auf äussere Kleidung gab. Wie war sein Leben als Arzt für Medizin und Chirurgie?
Wenn man einen Lehrabschluss gemacht hatte, ging man
damals erst auf Wanderschaft, um Erfahrungen zu sammeln. Paracelsus
wanderte durch ganz Europa, um Erfahrungen zumachen. Er nahm jede Gelegenheit
wahr, um von anderen wie von Zigeunern, Kräuterfrauen, Badern,
Henkern, Bauern, Fuhrmännern usw. dazuzulernen. Damals wurden auch
viele Kriege geführt und Paracelsus wurde von den Tartaren gefangengenommen.
Das waren sehr kriegerische Soldaten aus der Mongolei, die in Europe
sehr gefürchtet waren. Trotz der Gefangenschaft tat er unermüdlich
seine Arbeit als Feldarzt. Ein Feldarzt ist dazu da, die schlimmen Wunden,
welche die Soldaten sich mit ihren Waffen wie Schwert, Gewehr und anderen
mehr zufügen, zu behandeln. Er hatte so grosse Heilerfolge, dass
er bald nicht mehr wie ein Gefangener, sondern wie ein heilbringender
Gast beherbergt wurde.
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