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ältestes bekanntes Buch wird die Weisheitslehre der alten Inder
genannt, die
Upanishaden.Davon stammen ihre heiligen Bücher, die Veden und die
Bhagavad Gita ab. Die Upanishaden wurden auf Palmblätter geschrieben.
Auch die Ägypter, Griechen und Römer schrieben auf Papyrusblätter,
die sie zusammen- klebten und dann aufrollten. Bekannt ist zum Beispiel
die grosse Bibliothek von Alexandria, die mit all ihren wertvollen
Schriftrollen verbrannt wurde.
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ältesten Vorläufer der Bücher, wie wir sie kennen,
waren die assyrischen und babylonischen Tontafeln. Die ersten Bücher
im germanischen Bereich bestanden aus zusammengebundenen Buchenbrettchen.
Von da entstammt auch das Wort Buch, nämlich von Buche, Buchenbrett.
Erst allmählich ging man zum Pergament über. Pergamente
sind speziell aufbereitete Tierhäute. Sie setzten sich erst im
4. Jh. n. Chr. endgültig durch. Pergament lässt sich falten
und in Lagen zusammenlegen, die kunstvoll gebunden werden können.
Es wurde in Klöstern mit dem Federkiel "beackert".
Wer schon mal den Versuch gemacht hat, mit einem Gänsefederkiel
und Eisengallustinte zu schreiben weiss, wie zeitintensiv auch heute
das Schönschreiben damit ist. Wenn das Buch nach Monaten endlich
fertigerstellt war, dankte man Gott, dass man es überlebte.
Im Mittelalter war ein Buch sehr teuer. Grund dafür waren die
hohen Pergamentpreise, die mit Initialen verzierte Gold- und Silberschriften
sowie die mühevolle und lang andauernde Arbeit des Schreibens.
utenberg
hatte dann die Buchschrift der Handschriften in Lettern drucken lassen.
Und um 1455 hatte er seinen ersten grossen Druck gemacht. Die bedruckten
Blätter wurden gefalzt und mit Nadel und Faden zu einem Buchblock
gebunden. Diesen Buchblock kaufte man beim Buchdrucker, ging zum Buchbinder
und überreichte ihm einen Geldbetrag. Der Buchbinder stellte
je nach dem erhaltenen Betrag einen einfacheren oder kunstvolleren
Bucheinband her. Diesen wiederum verband er zusammen mit dem Buchblock
zu einem kostbaren Buch. Auch heute noch gibt es wahre Künstler
unter den Buchbindern. Jene verstehen es, auch alte anspruchsvolle
Techniken des Buchbindens noch auszuführen und kostbare Bucheinbände
mit Goldprägung herzustellen.
Mit etwas Geschick ist es auch möglich,
sich
ein Notizbuch selbst herzustellen. Es ist etwas ganz besonderes, im
Buch mit selbst ausgewähltem Papier seine Gedanken niederzuschreiben.
Doch zurück zur Geschichte. Nicht nur wegen des Preises konnte sich
damals nur die Ober-schicht ein kostbares Buch leisten. Nur sie konnten
lesen und schreiben, die einfachen Leute wie Taglöhner, Knechte und
Mägde konnten das nicht, denn sie wurden nicht geschult.
Später kam die Erfindung des Papiers. Es war vorwiegend Hadern-Papier,
das war ein Recycling-Papier. Man sammelte Leinen-lumpen und schöpfte
daraus von Hand das sogenannte Hadern-Papier. Es wurde gestampft und
zu Papier gepresst. Die Erfindung der Schnellpresse und der Sturz
der Papier-preise im 19. Jh. führten dann zur wesentlichen Verbilligung
und zu einer grösseren Verbreitung des Buches.
Inzwischen wurde die Schulbildung für die Gesamtbevölkerung
eingesetzt und so begann sich das Buch vor ca. 200 Jahren durchzusetzen.
Damals war es das Ziel eines Verlages: "Durch die Verbreitung
guter Bücher in das Leben einzugreifen."
Das Buch ist zu einem unersetzlichen Gut für uns Menschen geworden.
Es birgt das Salz des Geistes, Trost und Ermutigung für Suchende.
Texte, die früher im handgeschriebenen Codex nur für Fürsten
bestimmt oder in Klosterbibliotheken an Ketten befestigt waren - bei
Todesstrafe, für einen, der es entwendete, sind heute allen verfügbar
und Bildung ist allen möglich. Das ist ein grosses Geschenk der
menschlichen Entwicklung.
Wozu auch immer wir unsere Bücher brauchen, schauen wir auf inhaltliche
Qualität, ganz besonders auch auf die inhaltliche Qualität
der Bücher unserer Kinder. Denn Bücher beeinflussen uns
immer. Auf irgendeine Art und Weise hinterlassen sie in uns ihre Spuren.
Welchen Wert hat dein Buch?
u öffnest
dein Buch - und es öffnet dein Herz,
macht
dich empfänglich für Neues. Es zeigt dir einen Spiegel vor
und du siehst dich. Du nimmst seine Botschaft in deinem Herzen auf
und setzt sie um. Es wird zu dei-nem Begleiter und Lehrer, so lange
dein Herz "ja" sagt. Es ist dein wertvolles Buch. Es hilft
dir, dein Wissen zu erweitern, Dinge die dich interessieren besser
zu verstehen. Du kannst dir anstreichen, was dir wichtig ist, Symbole
an Stellen setzen, denen du vertiefter nachforschen willst. Wenn du
mit deinem Buch kreativ umgehst, ziehst du den grössten Nutzen
daraus.
Ein Buch kann uns umfassenderen Fragen näherbringen....
er Mensch ist,
symbolisch gesehen, ein Buch.
Was
wollen die Bände unserer Lebens- geschichte aufzeigen? Was wollen
die einzelnen Kapitel unserer Erfahrungen uns lehren? Wenn andere
darin lesen, bringt es ihnen Freude, Mut, Glückseligkeit?
Auch die Natur ist ein Buch. Auf welcher Seite dieses Buches möchten
wir mehr erfahren, suchen, forschen, finden? Das Leben selbst ist
ein Buch. Wer versteht es, die Mysterien des Himmels und der Erde
zu ergründen?