inst
haben wir in der Schule ein Lied gesungen: Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erfassen...???
Ja, wir haben die Freiheit zu denken was wir wollen.
Doch ist es wirklich so, dass wir uns in Gedanken alles erlauben dürfen?
Und das auch noch ohne Konsequenzen? Es geschieht ja „nur“ in Gedanken:
Das mal schnell jemanden ein bisschen schütteln, weil er uns geärgert
hat. Oder was sich sonst halt alles so tut im menschlichen Denken.
Hand auf’s Herz, jeder kennt sich da selber am besten. Nun denn, was
tun wir mit einem Freund, der gerade in einem Tief ist? Wir sorgen
dafür, dass er auf „andere Gedanken“ kommt, mit neuer Kraft sein Leben
anpacken kann. Also bestimmen unsere Gedanken unser Leben und wir
sind verantwortlich für die Qualität unserer Gedanken, für unsere
Gewohnheit zu denken, für unsere Gedankenkultur. Weil das so ist,
lassen sich auch mit Mental- trainingsmethoden wie NLP und andere
mehr,
Wirkungen erzielen. Im Spitzensport werden alle Bewegungen, alles
was es braucht, um das Ziel erfolgreich zu erreichen, zuerst eingehend
bis ins kleinste Detail mental geübt und dann erst wird physisch trainiert.
Was wir um uns herum haben, bauen wir mit unserer Gewohnheit zu denken
auf. Die einen tun das mehr, andere weniger bewusst. Unsere Ausstrahlung
ist geprägt von der Qualität unseres Denkens und unsere Gesichter
werden mit jedem Lebensjahr mehr und mehr davon gezeichnet, zum Beispiel
mit unseren Lachfalten. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes das,
was wir denken und das spiegeln wir im Alltag wieder.
Was geht in unserem Gehirn, dem geheimnisvollsten Teil unseres Körpers
vor? Durch dieses Wunderwerk der Schöpfung sind wir imstande,
unser Leben zu gestalten. Die Funktionsweise des Gehirns ist eine
überaus faszinierende und feurige Angelegenheit im Sinne von
Elektrizität. Da sind die Gehirnzellen oder Neuronen, die kleinsten
Bausteine unseres Gehirns. Eine erstaunliche Eigenschaft macht sie
zum Auslöser all unserer Gedanken: Sie feuern elektrische Impulse
ab. Die Ladung im Neuron breitet sich mit 400 Stundenkilometer-Geschwindigkeit
aus, in Sekundenbruchteilen ist das Neuron erneut feuerbereit. Je
höher entwickelt ein Mensch ist, umso höher ist diese Geschwindigkeit.
Das Gehirn ist ein gigantisches komplexes Netzwerk und besteht aus
Milliarden solcher Neuronen. Mit diesem vollkommenen Sender Gehirn
senden wir permanent Gedanken aus, durchschnittlich 15 – 20'000
pro Tag.

Der Volksmund spricht vom „Spiel mit dem Feuer“.
Mit Elektrizität muss sehr verantwortungsbewusst und sorgfältig
umgegangen werden, damit sie zum Wohlergehen und nicht zum Schaden
wirkt. Weil Gedanken also auch Energie sind, bedürfen sie
eben solcher Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein.
Unsere Gedankengewohnheiten bilden unsere Denksubstanz, in der östlichen
Weisheits- lehre nennt man sie Chitta. Sie bildet den Mentalkörper.
Darauf beruht dann sozusagen unsere „Einstellung“. So
wie das Radio oder TV-Gerät auf bestimmten Frequenzen eingestellt
werden kann, so stellen wir mit unseren Gewohnheiten zu denken unsere
Denksubstanz ein. Sie ist die Grundlage für das, was wir einerseits
aufzunehmen imstande sind, andererseits für die Gestaltung unseres
Lebens, denn sie beeinflusst unsere Gefühle, unser Verhalten
und unsere Handlungen.
Jedes Gehirn wirkt wie ein Telefonmasten. Die Verbindung von Masten
zu Masten funktioniert drahtlos. Das geht so: Jeder physische Körper
ist umhüllt von einer feinstofflichen Schicht.
Man
nennt sie Ätherkörper. Über diesen Ätherkörper
sind wir mit dem Ätherkörper der Erde und des Sonnensystems
verbunden. Deshalb wird auch gesagt, dass wir in dem Einen leben und
weben und sind. Weil wir so miteinander verbunden sind, funktioniert
auch die Telepathie, zum Beispiel eine Mutter fühlt, wie es ihrem
Kind geht, obwohl sie kilometerweit voneinander entfernt sind.
Wie funktioniert das? Wenn wir an einen Menschen denken, dann sind
unsere Gedanken bei ihm und wenn er auf „Sendung“ ist,
wird er das klar und deutlich wahrnehmen. Ist er nicht auf „Sendung“,
wird er es trotzdem irgendwie mitbekommen und es wirkt sich je nachdem
auf Sympathie oder Antipathie aus.
Jeder Gedanke drängt zur Verwirklichung.
Diese Hypothese versteht sich so: Das Denken wirkt nach dem physikalischen
Gesetz von „Aktion bewirkt Reaktion“. Das heisst, wenn
wir mit 10 kg gegen eine Wand drücken, dann drückt die Wand
ebenfalls mit 10 kg gegen uns. In diesem Sinne lässt sich das
physikalische Gesetz auf unser Denken anwenden.
Jeder Gedanke entspricht einer bestimmten Schwingung und somit einem
bestimmten Energiepotential. Dieses Energiepotential verlässt
unser Gehirn und sucht sein Ziel auf. Wir selber sind die verantwortlichen
Aussender. Unsere Gedanken sind Energiekörper, die je nach Qualität
die entsprechenden Wirkungen erzeugen.
Wenn zum Beispiel ein Mensch, in seinem Herzen ein verstecktes Misstrauen
gegen alle und alles hegt, dann entstehen in ihm folglich Mechanismen,
die unbewusst ganz automatisch abgehen. So wie er sich aufgrund dessen
gibt, erscheint er anderen gegenüber unbewusst überheblich,
borniert, hochnäsig, sodass diese sich abgestossen fühlen
und am liebsten nichts mit ihm zu tun haben. Wie passiert das? Aufgrund
seiner Gedanken liegt in seinen gesprochenen Worten unbewusst ein
Unterton, welcher andere auch wieder unbewusst abstosst. Möglicherweise
fühlt sich der betreffende Mensch gar ungeliebt, unglücklich,
abgelehnt und versteht die Welt nicht, warum andere ihn immer wieder
ablehnen.
Dieses Beispiel zeigt auf, wie Ursachen für unser Glück
oder Unglück in unserem eigenen Denken begraben liegen, ganz
nach dem Sprichwort: „Jeder ist seines eigenen Glückes
Schmied.“ So sind wir eben doch verantwortlich für unsere
eigenen Gedanken und für das, was wir damit bewirken.

Die drei Siebe
„Zu einem Weisen kam einmal ein Mann und sagte: „Du,
höre, ich muss dir etwas Wichtiges über deinen Freund
erzählen.
Warte ein bisschen, unterbrach ihn der Weise.
Hast du schon das, was du mir erzählen willst, durch die drei
Siebe durchgehen lassen?
Welche drei Siebe?
So höre gut zu:
Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Bist du überzeugt, ob
alles, was du mir sagen willst, auch wahr ist?
Das nicht, ich habe es nur von andern gehört.
Aber dann hast du es wohl durch das zweite Sieb erfahren?
Es ist das Sieb der Güte.
Der Mann errötete und antwortete: Ich muss gestehen, nein.
Und hast du an das dritte Sieb gedacht und dich gefragt, ob es nützlich
sei, mir das von meinem Freund zu erzählen?
Nützlich?........ eigentlich nicht
Siehst du, versetzte der Weise, wenn das, was du mir erzählen
willst, weder wahr, noch gut, noch nützlich ist, dann behalte
es lieber für dich.“
Autor unbekannt
In der Natur gibt ein schönes Vorbild, der weisse Lotus. Er steht
mit den Füssen im Schlamm, permanent steht ihm das Wasser bis
zum Hals, aber seine Blüte ist unabänderlich immer zur Sonne
ausgerichtet. Er gibt uns eine Botschaft:
„Bitte richte deinen Blick immer auf die Sonnenstrahlen,
für alles ist gesorgt.
Wendet euch dem Licht zu, so wie ich es mache.
Je mehr ihr euch hinwendet, umso mehr werdet ihr
von anderen Existenzen befreit.“
Gerade wenn wir von Sorgen bedrückt sind, wirkt es wie ein Heilmittel,
wenn wir unsere
Gedanken
zum Schönen hinwenden. Es mag ein Bild sein, ein Gegenstand,
man kann nach seinem Empfinden das aus- wählen, was im eigenen
Herzen als das schönste empfunden wird und es mit Freude erfüllt.
So kann die Schönheit für das Herz ein Universalheilmittel
sein und die dadurch empfundene Freude den Kopf freimachen, ihn mit
neuer Klarheit beschenken, gar die Türe öffnen und einem
Gedanken für die Lösung eines Problems Einlass gebieten.
* * *
* * * *
* *
Quellen
Video BBC: Das Wunderwerk Mensch: Das Superhirn
Dr. K. Parvathi Kumar: Der weisse Lotus