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Atelier 2
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...dahinter steckt mehr... u Schönheit
kommen einem meistens blitzschnell Assoziationen zu Körperformen in
den
Sinn, oder? Zugegeben, diese äusserliche Schönheit hat viele Formen,
ist einzigartig und doch auch ganz bestimmt Ansichtssache oder gar
eine Herzensangelegenheit. Ein älterer Herr verliebte sich in eine
ältere Dame. Alle belächelten ihn, was er denn gerade an dieser Frau
finde, denn sie war, im Gegensatz zu ihm als Gentleman, alles andere
als eine wirklich feine Lady, meinten einige. r sagte
mit leuchtenden Augen: „Schau mal mit meinen Augen, dann wirst
du sehen, was ich sehe. Die Liebe macht Menschen schön und das
Herz kennt die wahre Schön- heit!“ Das können wir mit
einem Experiment prüfen: Stellen wir uns jemanden vor, den wir
nicht mögen und zwar so, als würde uns die Sonne mit ihren
wärmenden Strahlen durch ihn hindurch anschauen. Nach einiger Zeit
wird sich bestimmt in irgend einer Form eine Veränderung bei uns
selber oder beim anderen beobachten lassen. ässliche
Gedanken können keine schöne Handlung hervorbringen. Schönheit
beginnt mit klarem, schönem Denken, denn das Denken beeinflusst
unser Sprechen und Handeln. Unsere Gedanken beeinflussen auch unseren
Körper über die Nerven- botenstoffe. Die Psychoneuroimmunologie,
eine neue wissenschaftliche Disziplin, beschäftigt sich auf naturwissenschaftlicher
Basis mit dem Netzwerk Körper-Geist-Seele. Sie hat folgendes herausgefunden:
Das Gehirn setzt die Nervenbotenstoffe ein, damit sich unsere Körpersysteme
(das Nervensystem, das Immunsystem, das Hormonsystem) laufend über
die Informationen des Gehirns unterhalten können. So wird ständig
ein Chemiecocktail in unseren Körper ausgeschüttet. Die Qualität
dieses Cocktails hängt von den Zutaten ab, die wir aufgrund unserer
Gedanken zusammenbrauen.Manchmal können wir bei einander Gedanken und Gefühle aus dem Gesicht ablesen. Das ist so nachvollziehbar: Der gesichtsbildende Prozess wird vor allem durch unseren Gefühlsreichtum ermöglicht, denn jede Gefühlsregung ist auf der physischen Ebene mit einem dazugehörigen Muskelprogramm vernetzt ist. So funktioniert beispielsweise das rot Anlaufen. Vor allem beim Älterwerden beginnen unsere Gesichter etwas über unseren seelischen Zustand zu erzählen, in dem wir uns überwiegend befinden. Unser Leben schreibt sich selbst langsam in unseren Gesichtern nieder. Menschen, die das Herz sprechen lassen, können dennoch auch in älteren Jahren oder gerade dann mit einer fröhlichen und lebendigen Mimik bezaubernd wirken. So geht ein älterer Herr täglich um die gleiche Zeit, früh am Morgen, auf den Bus. Er geht sehr langsam, gebeugt an einem Stock. Beim Vorbeigehen grüsst er jeden mit freudigem Gesicht, strahlenden Augen und fröhlicher Stimme: „Einen schönen guten Morgen wünsche ich ihnen.“ Keine Schönheitspillen, keine Schönheitsoperationen können solche von Menschen im Alltag zum Ausdruck gebrachte Schönheit und Liebenswürdigkeit bewirken. Das können nur wir selbst tun. as
altgermanische Adjektiv „schön“ bedeutet glänzend,
rein, anmutig. Doch wo ist die Quelle der Schönheit? Was unterscheidet
Schönheit von Innen her von der Schönheit von Aussen her?
Äussere Schönheit wird vom Zeitgeist diktiert, die Zeit
und Epoche sagt, was schön ist an Körperformen, in der Kunst
wie Architektur, Gemälden usw. Äussere Schönheit wird
auch vermarktet in Tourismus, Mode, Schönheitsindustrie usw.
Dahinter steckt Wunsch- und Profitdenken. In dieser Schönheit
steckt auch die Freude zu besitzen; sie ist vergänglich und kann
doch auch blenden, nicht wahr? nnere
Schönheit zeigt sich im Denken, Sprechen, Handeln, in der Art und
Weise, wie wir uns zu einander verhalten. Sie zeigt sich in Herzlichkeit,
Treue, Menschlichkeit, liebendem Verstehen, Fröhlichkeit, Hilfsbereitschaft.
Innere Schönheit nehmen wir durch nobles Denken und einen edlen Charakter
wahr. Strahlende Augen und ein freudiges Lächelns getragen von inniger
Herzlichkeit, von der Freude zu geben, zu helfen, zu erfreuen, gehören
zu ihren Merkmalen. All dies macht das runzligste, verhuzeldste Gesicht
liebenswürdig und wunderschön, denn so drückt es die Schönheit der
Seele, die ihren Thron im Herzen hat, aus. Sie ist unvergänglich,
denn die Quelle innerer Schönheit liegt in der Tiefe unserer Herzen.
Wo solche echte Schönheit ist, ist deshalb auch Wahrheit, Freundschaft,
Liebe zu finden. Anstelle des Begriffes Liebe kann man auch den Begriff
Ehrfurcht vor dem Leben nehmen, den Albert Schweitzer viel verwendet
hat. Ehrfurcht vor dem Leben ist allgemeiner als der Begriff Liebe,
doch er birgt die selben Kräfte in sich und die Liebe zeigt ihre erhabene
Wahrheit in Schönheit mit einem neuen Gesicht. Lassen wir uns inspirieren
von folgender Dichtung:etwas wirklich in Schönheit zu offenbaren? Es sei denn, dass wir von der Schönheit der Natur durchdrungen sind, ![]() wie der Anblick einer herrlich duftenden Rose in der Zwiesprache des Herzens: Welch wundersam erhabener Architekt musste die Rose haben, dass in solch anmutiger Schönheit er sie zu erbauen verstand. Welch edler Geist mag wohl durch sie wirken, dass so strahlend, duftend sie uns täglich neu zu bezaubern vermag. Sie zieht uns an wie ein Magnet, ein Band von Innen her besteht. Die Rose, beginnt ganz langsam sich zu öffnen, ihre Zartheit und Feinheit zu enthüllen. Wenn wir standhaft ausgerichtet dem Licht der Sonne entgegenstreben, beginnt genau so in der Tiefe unseres Wesens symbolisch die weisse Rose des Herzens aufzublühen. Beobachtend die sich bewegenden Rosenblätter, wie immer mehr sie enthüllen ihrer Schönheit Pracht, wiederspiegelt die edle Rose selbst doch nur strahlend, offenbarend das Licht, das sie durchdringet, von der Sonne Macht. Vom Zentrum ihrer Mitte her entfaltet sich ihr Duft, stärkend, heilend, entfaltet sich ihrer Schönheit Ausstrahlung, in Liebe voller Edelmut. Freudig erinnert sie an des Lebens Schönheit, und Bedeutsamkeit, an die Kreativität verborgener Fähigkeiten und Talente, die auf ihre Entfaltung warten. Nimm dir Zeit , erlebe das erhabene Geschenk der Rose des Herzens. So erfüllt sie dich mit neuer Kraft und Stärke.“
Stellen wir uns eine wunderschöne Blume vor und uns als Blütenblätter. Genau so, wie die vielen Blütenblätter einer Blume ihren Platz in der Schönheit der Blume finden, so sind alle Lebewesen dazu geschaffen, ihren Platz in der Schönheit der ganzen Schöpfung zu finden. Die Schönheit liegt auch in der Einheit und Zusammenarbeit als Ganzes. Dichter, Künstler, Musiker, Bildhauer und Sänger bringen genau diese Schönheit, die auf Eingebung begründet ist, zum Ausdruck. Unvergängliche klassische Werke der Musik wie Mozart, der Literatur wie Goethe, Schiller, der Architektur wie Kathedralen sind Beispiele dafür. Schönheit im täglichen Leben, in der Arbeit, im Umgang miteinander bringt Lebensfreude und Glück. * * * *
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